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Wir sind ein präqualifiziertes Unternehmen und in die bundesweit einheitliche Liste für präqualifizierte Unternehmen eingetragen.

 

Leitlinien zur Präqualifikation

 

 

Das Vergaberecht verlangt bei öffentlichen Aufträgen eine Vielzahl von Nachweisen und Dokumenten, mit denen Unternehmen bei jeder einzelnen Ausschreibung ihre Eignung (Fachkunde, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit) dokumentieren müssen. Das Zusammenstellen und Prüfen dieser Unterlagen bindet sowohl bei Unternehmen als auch bei öffentlichen Auftraggebern Personal, verursacht Kosten und führt mitunter zu Fehlern und Missverständnissen im Zuge der Vergabeverfahren.

 

 

Im Zusammenhang mit den Bestrebungen zur Entbürokratisierung wurde daher unter der Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in einer Arbeitsgruppe das Konzept für ein Präqualifikationsverfahren vorgelegt, das im Jahr 2006 erstmals zur Anwendung kam.

 

 

Die Grundzüge aber auch Details zur praktischen Durchführung des Systems sind in der Leitlinie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung für die Durchführung eines Präqualifizierungsverfahrens vom 25.04.2005 in der Fassung vom 06.05.2010 beschrieben.

 

Die Präqualifikation als Eignungsnachweis – Was ist das?

 

 

Unter Präqualifikation im Sinne der vorgenannten Leitlinie ist eine vorgelagerte, auftragsunabhängige Prüfung verschiedener Eignungsnachweise auf der Basis der in § 6 VOB/A definierten Anforderungen und einzelner zusätzlicher Kriterien zu verstehen. Dies bedeutet, dass Unternehmen, die Angebote bei öffentlichen Auftraggebern abgeben, ihre grundsätzliche Eignung auch gegenüber einer Präqualifikationsstelle nachweisen können und damit auf das Einreichen der üblichen Eignungsnachweise bei jedem einzelnen Angebot verzichten können.

 

 

Bei den für eine Präqualifikation erforderlichen Nachweisen handelt es sich vornehmlich um jene Dokumente, die weitgehend unabhängig von den jeweils auszuführenden Gewerken sind, z.B. Eintragsbestätigung des Berufsregisters, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Berufsgenossenschaften, Angaben zur Zahl der Mitarbeiter in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren usw.

 

 

Es bleibt den ausschreibenden Stellen aber unbenommen, weitere speziell für die jeweilige Bauleistung erforderliche Nachweise anzufordern und in die Angebotswertung einzubeziehen.

 

 

Die durch eine Präqualifikation abgedeckten Eignungsnachweise werden jedoch im Einzelfall keiner weiteren Prüfung unterzogen und müssen seitens der Unternehmen nicht gesondert vorgelegt werden. Andererseits bleibt es auch den Unternehmen überlassen, ob sie auf eine Präqualifikation verzichten und stattdessen wie bisher bei jedem Angebot Einzelnachweise zur Verfügung stellen.

 

 

Die bundesweit einheitliche Liste präqualifizierter Unternehmen

 

 

Präqualifizierte Unternehmen werden in eine bundesweite Liste eingetragen, die vom "Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V." im Internet veröffentlicht wird. Der Verein wird getragen durch Bund, Länder, Kommunen, Bauwirtschaft und IG Bau. Die Liste wurde erstmals im Januar 2006 veröffentlicht.

 

Eingetragen werden dort neben den Kontaktdaten der einzelnen Unternehmen auch die jeweils präqualifizierten Leistungsbereiche.